Die Grüne Null

Umweltschutz durch wirksame Maßnahmen

Wir brauchen die Grüne Null und damit eine drastische Reduktion der CO2-Emissionen.
Denn nur so können wir humanitäre und wirtschaftliche Katastrophen durch fundamentale Umweltveränderungen verhindern.  Das geht kurzfristig aber nur mit einem staatlich festgelegten CO2-Preis, welcher deutlich über dem aktuellen Niveau liegen muss.
Der europäische Emissionshandel hat durchaus seine Wirkung entfaltet, ohne ihn wären die bisherigen Einsparungen nicht möglich gewesen.

Der CO2-Preis

Emissionshandel muss wirksam werden

Trotzdem brauchen wir mehr Tempo und weitere Schritte, um die Klimaneutralität bis spätestens 2045 zu erreichen. Dies würde zudem der Wirtschaft und insbesondere dem innovationsstarken Mittelstand die Chance geben, eine Vorreiterrolle in Zukunftsbereichen wie E-Mobilität, Fuel-To-X, Kernfusion und weiteren Umwelttechnologien zu entwickeln.

Seit Anfang 2021 gilt in Deutschland ein CO2-Emissionshandel in den Bereichen Verkehr und Wärme. Die Tonne CO2 wird mit 25 Euro bepreist. Das war ein wichtiger Schritt, aber der Preis – so sagen nicht nur Experten – ist zu niedrig, als dass er bereits kurzfristig eine ausreichende Lenkungswirkung entfalten würde. Leider verwässern wir diesen Emissionshandel gleichzeitig durch Steuern und Subventionen. Sechs Steuern und Abgaben (von EEG-Umlage bis Stromsteuer) verteuern den CO2-Preis ungleichmäßig. Demgegenüber reduzieren Subventionen wie bespielweise für Diesel oder Kerosin den CO2-Preis wieder. Vernünftig wäre es daher, wenn man Steuern und Abgaben sowie Subventionen bis 2025 vollständig abschafft. Weil die wegbrechenden Steuereinnahmen größer sind als die eingesparten Subventionen, muss der Fehlbetrag über einen höheren CO2-Preis ausgeglichen werden.

Drei große Vorteile ergeben sich daraus:

Erstens läge der nationale CO2-Preis dann näher am europäischen CO2-Preis für die Industrie und Strom.
Zweitens würde sich die Lenkungswirkung aus einem vorhersehbar steigenden CO2-Preis bereits kurzfristig deutlich verbessern.
Drittens könnte der Staat langfristig die Unternehmen entlasten, da  spätestens im Jahr 2050 kein CO2 mehr emittiert bzw. CO2-Steuer erhoben wird.

Dieser Umstieg ist klug, wenn er europäisch koordiniert ist und weder die Einkommensschwachen noch die Wirtschaft überfordert.

Die Innovationsoffensive

Mit modernen Technolgien die Umwelt schützen

Der CO2-Preis alleine bewegt schon eine Menge, reicht aber nicht aus

Wir brauchen eine Innovationsoffensive, um mit neuen Technologien und attraktiven Geschäftsmodellen den Klima- und Umweltschutz zu fördern. Denn Investitionen in saubere, nachhaltige und effiziente Technologien sind gleichzeitig Beschleuniger für wirtschaftliche Entwicklungen, Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit. Deutsche Unternehmen haben beispielsweise die Technologie entwickelt, CO2 aus der Luft zu saugen und entweder weiterzuverwenden oder einzulagern (Carbon Capture Storage / Utilisation). Das wird schon erfolgreich in Norwegen und Island betrieben. In Deutschland ist die Anwendung praktisch gesetzlich nicht möglich. Das muss sich ändern. Wenn wir den Luft-, Schwer- und auch Autoverkehr schnell dekarbonisieren wollen, brauchen wir neben der bereits bestehenden Elektrostrategie auch eFuels beziehungsweise synthetische Kraftstoffe.

Wir wollen nicht nur Elektro-Antriebe, sondern müssen zusätzlich den Sprit im Tank klimafreundlich machen, um schnell genug im Verkehr CO2 zu reduzieren. Dazu brauchen wir verstärkt Klimapartnerschaften mit anderen Ländern, die deutlich günstigere Standorte haben, um im großen Stil regenerative Energie zu produzieren. Es gibt noch viele weitere Maßnahmen, die wir in Deutschland und in Kooperation mit Europa umsetzen sollten. Dazu haben 30 Abgeordnete der Union einen Beitrag veröffentlicht.

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